Feuerwehr Liekwegen - Chronik der Feuerwehr
Chronik Feuerwehr Liekwegen
Freiwillige Feuerwehr Liekwegen
seit 1910
Seit 1910 gibt es in Liekwegen eine Freiwillige Feuerwehr. Genauer gesagt,
ist es der 18. September 1910 gewesen, als sich 35 Männer - nur Männer,
denn eine Frauenquote gab es damals noch nicht - zusammenschlossen,
um auch in unserem Ort dem verheerenden Element Feuer Einhalt gebieten
zu können. Der Wehrführer nannte sich damals "Füerwehrhauptmann" und
auch die "andern Kierls häbben komische Namens ä´hävt", wie zum Beispiel
der Rüstmeister, der für die Instandhaltung des doch recht bescheidenen
Löschgerätes zuständig war und mit dem heutigen Gerätewart zu vergleichen ist.
Zur Brandbekämpfung standen den Männern, die in eine Spritzenmannschaft,
eine Wachmannschaft und in die Steigerabteilung unterteilt waren, eine kleine
Spritze - handbetrieben natürlich - zwei Wasserkübel, Einreißhaken und ein Tau
zur Verfügung. Erst zwei Jahre später, also 1912, wurde eine Schlauchhaspel
beschafft.
Im Jahre 1943 bekam die Ortsfeuerwehr eine TS 8/8 mit einem
Tragkraftspritzenanhänger. 1953 wurde ein neues Gerätehaus unter einer
Turnhalle gebaut.
Ein richtiger Feuerwehrwagen wurde der Wehr im Rahmen eines
Dorfgemeinschaftsfestes 1969 übergeben.
Dieser bekam 1975 sogar ein richtiges Funkgerät. 1978 wurde das
Gerätehaus umgebaut, so dass eine eigene Fahrzeughalle und ein
Aufenthaltsraum entstand. Bis 1976 hatte die Feuerwehr nur 3 Wehrführer.
Danach wurde häufiger gewechselt, bis zum Jahre 1986. Hier wurde eine völlig
neue Epoche eingeläutet. Ortsbrandmeister K.-H. Krämer hatte sich
durchgebissen und 1992 endlich eine Jugendfeuerwehr ins Leben gerufen,
um die stark überalterte Einsatzabteilung mit neuen jungen Leuten aufzufrischen.
Durch die Jugendfeuerwehr kam frischer Wind in die Bude und das alte
Löschfahrzeug erfreute sich, bei seiner - nicht ganz planmäßigen Ausmusterung
- einer hohen Kilometerleistung. Aber auch Ärgernisse gestalteten von da ab die
Geschichte und das Werden der Feuerwehr am Berg. Durch den hohen
Altersunterschied war es für K.-H. Krämer nicht immer einfach, den rechten Tenor
für alle zu treffen. So fand sich zum Beispiel eine recht konfliktfreudige
Altersabteilung zusammen, die dann und wann sehr gerne Ihre Meinung betreffs
der Verwaltung der Kameradschaftsgelder und deren Verwendung kritisiert.
Insgesamt jedoch hat sich die Jugendfeuerwehr bezahlt gemacht. Seit 1992
haben schon 14 Mitglieder den Weg in die Einsatzabteilung gefunden und es werden
auch noch mehr werden. 1995 erhielt die Wehr ein neues TSF-W welches gegenüber
dem alten LF 8 ein hundertprozentiges Plus an Ausrüstung aufweist: Die langersehnten
Preßluftatmer sind darauf, sowie ein 500 l fassender Tank mit Schnellangriff.
Wenn in dieser Weise weitergearbeitet wird, besteht von Seiten der Ortswehr keine
Gefahr für den Brandschutz in der Gemeinde Nienstädt.
Es sei hier noch erwähnt, dass das alte Gerätehaus mittlerweile von den Jugendlichen
in Beschlag genommen wurde und nun komplett als "Jugendfeuerwehr Domizil" gilt. Hier
schaltet und waltet komplett die Jugendfeuerwehr. Einzig der Schlauchturm wird noch häufig
durch die Aktive Abteilung benutzt.
"Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr"








